100 Stellen weg, 113 Millionen Franken gespart: Der Bundesrat stellt die Entwicklungshilfe neu auf 24.06.2026

Der Bundesrat hat am Mittwoch eine Neuausrichtung der Schweizer Entwicklungshilfe beschlossen. Kern der Reform ist eine deutliche Aufstockung der humanitären Hilfe, die künftig 40 Prozent des rund 2,4 Milliarden Franken schweren Budgets der internationalen Zusammenarbeit (IZA) ausmachen soll – bisher waren es nur 26 Prozent. Dies entspricht einer Erhöhung um rund 330 Millionen Franken, die zulasten der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit geht. Diese wird um 296 Millionen Franken gekürzt, was zum Rückzug aus Peru, Kolumbien, Venezuela, Ghana, Südafrika (alle bis Ende 2029) und Aserbaidschan (bis Ende 2028) führt. Damit ist die Schweiz in Lateinamerika nicht mehr vertreten. Zur Umsetzung der Einsparungen von rund 113 Millionen Franken zwischen 2027 und 2030 müssen etwa 100 Stellen abgebaut werden. Zwei Drittel dieser Stellen werden über die Partnerbüros in den betroffenen Ländern gestrichen, während die restlichen 20 bis 25 Stellen in der Bundesverwaltung durch natürliche Fluktuation und interne Verschiebungen abgebaut werden sollen.














