Sudan Angst vor dem nächsten Massaker 07.07.2026

Die Lage im Sudan verschärft sich dramatisch, da Experten vor einem drohenden Völkermord in der Stadt Al-Obeid warnen. Während die Stadt derzeit noch von Regierungstruppen gehalten wird, belagern die paramilitärischen RSF-Milizen das Gebiet, das als strategisches Tor nach Darfur und Khartum gilt. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk und der Experte Roman Deckert warnen vor einer humanitären Katastrophe, die Ähnlichkeiten mit den Massakern in Al-Faschir aufweist, wo nach einer Belagerung tausende Zivilisten starben. Die Hilfsorganisation International Rescue Committee betont die erschwerte Lage für Helfer, da Fluchtwege und Versorgungsrouten in Kampfzonen liegen. Trotz der dringenden Warnungen fehlt es der internationalen Gemeinschaft an politischem Willen, wirksam gegen die Kriegsparteien vorzugehen. Besonders die Unterstützung regionaler Akteure wie den Vereinigten Arabischen Emiraten für die RSF erschwert diplomatische Druckmittel durch westliche Staaten, die ihre Partner in der Region nicht gefährden wollen.














