Die SVP Graubünden hat 18 Jahre nach ihrer Abspaltung von der BDP eine bemerkenswerte politische Wiederauferstehung erlebt. Nach einem Tiefpunkt von nur vier Sitzen im Jahr 2010 kontrolliert die Partei nun mit 35 Sitzen fast ein Drittel des Parlaments und stellt die grösste Fraktion. Der Erfolg ist unter anderem auf die Einführung des Proporzwahlrechts im Jahr 2022 und die Fusion von BDP und CVP zur Mitte im Jahr 2021 zurückzuführen, die zusätzliches politisches Spielraum schufen. Die SVP positionierte sich erfolgreich zu emotionalen Themen wie Migration, Sicherheit und dem Wolf, was besonders in ländlichen Gebieten Anklang fand. Ein wichtiger Schritt war die Rückkehr in die Kantonsregierung mit Valérie Favre Accola, die nicht nur die eigene Basis, sondern auch Wähler anderer bürgerlicher Parteien ansprach.