Die zweite SRG-Umfrage zeigt eine Patt-Situation beim Zivildienstgesetz, wobei das Ja-Lager seinen Vorsprung von 52 Prozent auf 48 Prozent eingebüsst hat, während der Nein-Anteil auf 46 Prozent gestiegen ist. Trotz anhaltender Überzeugungskraft der Pro-Argumente, insbesondere zur Sicherung der Armee, wird die Vorlage von einer "Nein-Dynamik" erfasst. Martina Mousson vom Forschungsinstitut GFS Bern bezeichnet die Situation als atypisch für eine Behördenvorlage und führt den offenen Ausgang auf die geringe Meinungsbildung und die Überschattung durch die "10-Millionen-Schweiz"-Initiative zurück. Die Ablehnung nimmt über alle Parteien und Altersgruppen zu, besonders bei jüngeren Menschen und Frauen.