Vor 30 Jahren, am 22. März 1996, erschien in Japan „Resident Evil“ (ursprünglich „Bio Hazard“), das den Grundstein für eine der erfolgreichsten Spieleserien legte und das Survival-Horror-Genre maßgeblich prägte. Trotz seiner expliziten Gewaltdarstellung mit Zombies, Spinnen und Riesenschlangen, die Blut und Körperteile fliegen ließen, wurde das Spiel von der BPjS am 15. Mai 1997 nicht indiziert. Die Begründung lag darin, dass keine explizite Gewalt gegen Menschen ausgeübt wurde, Gewalt nur ein Mittel zum Zweck sei und der Fokus auf Rätseln liege. Das Spiel erhielt bereits eine Altersfreigabe ab 18 Jahren und war zu diesem Zeitpunkt bereits über ein Jahr auf dem Markt, was eine Indizierung als nutzlos erscheinen ließ. Ikonische Momente wie der Zombiehund, der durch die Scheibe bricht, die Begegnung mit dem ersten Zombie, die Mondscheinsonate und die ständige Knappheit von Ressourcen prägten das Spielerlebnis und machten „Resident Evil“ zu einem Meilenstein.