Ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) hat eine Studie veröffentlicht, die das Potenzial zukünftiger 6G-Mobilfunknetze für die Medizin untersucht. Der Ansatz nutzt "In-Network Computing" und flexible Softwaremigration, um Rechenleistung dynamisch im Krankenhaus zu verteilen. Dies ermöglicht die gleichzeitige und ausfallsichere Ausführung von bis zu 40 Prozent mehr medizinischen Anwendungen, selbst bei begrenzten Ressourcen. Ein mathematisches Optimierungsmodell und ein angepasster Algorithmus berechnen in Echtzeit die beste Platzierung von Anwendungsmodulen, um Latenzzeiten zu minimieren und kritische Dienste wie Teleoperationen zu priorisieren. Diese Technologie könnte die Patientensicherheit durch eine intelligentere und flexiblere Netzwerknutzung erhöhen und ebnet den Weg für eine umfassende digitale Gesundheitsversorgung.