Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner steht erneut wegen seiner Angaben zum Stromausfall am 3. Januar unter Druck. Zuvor hatte er eingeräumt, während des Ausfalls Tennis gespielt zu haben, um den Kopf freizubekommen. Nun berichtet der "Tagesspiegel", Wegner habe den Umfang seiner Telefonate am Vormittag des Stromausfalls falsch dargestellt. Laut Senatskanzlei gab es vor seinem Tennisspiel keine Gespräche mit dem Kanzleramt oder dem Bundesinnenministerium, obwohl Wegner in einem Interview am 7. Januar behauptete, bereits um 8:08 Uhr mit Krisenstäben und der Bundesregierung telefoniert zu haben. Die Senatskanzlei weist die Darstellung zurück und erklärt, Wegner habe im Interview keine genauen Zeitangaben gemacht. Ein Brandanschlag verursachte den mehrtägigen Stromausfall, von dem zeitweise 100.000 Menschen betroffen waren.