Abgelehnte Asylbewerber EU einigt sich auf Abschiebezentren in Drittstaaten 02.06.2026

Die Europäische Union hat sich auf eine neue Asylreform geeinigt, die schnellere und effektivere Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern zum Ziel hat. Kernpunkte sind die gegenseitige Anerkennung ablehnender Asylbescheide, eine einheitliche Kürzung von Leistungen bei mangelnder Kooperation und die Möglichkeit, Abschiebezentren in Drittstaaten außerhalb der EU zu errichten. Im vergangenen Jahr verließ nur ein Viertel der Ausreisepflichtigen die EU. Bundesinnenminister Dobrindt plant, bis Jahresende Vereinbarungen mit Drittstaaten für solche Zentren zu treffen, wobei Länder wie Ruanda und Libyen im Gespräch sind. Die Niederlande haben bereits eine Kooperation mit Uganda vereinbart und Italien mit Albanien, wobei letzteres Vorhaben rechtliche Hürden überwinden musste. Diese Maßnahmen treten voraussichtlich innerhalb von 18 Monaten in Kraft, abhängig von der formalen Zustimmung des EU-Parlaments und des Rates.













