Abgesetzter Istanbuler Oberbürgermeister Mammutprozess gegen İmamoğlu in Istanbul 09.03.2026

Der abgesetzte Istanbuler Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu sieht sich einem Mammutprozess gegenüber, der am 10. März 2026 beginnt und in einem eigens dafür gebauten Gerichtssaal stattfinden soll. Er wurde am 19. März 2025 verhaftet und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft in einer zwölf Quadratmeter großen Zelle. Die Anklageschrift umfasst fast 4.000 Seiten und wirft ihm und rund 400 weiteren Angeklagten, darunter ihm nahestehende Bürgermeister und Stadtverwaltungsmitarbeiter, die Führung einer kriminellen Vereinigung vor, die die Stadt Istanbul um über drei Milliarden Euro geprellt haben soll. Die Vorwürfe reichen von Bestechung bis hin zu Ausschreibungsmanipulation, und für İmamoğlu wird eine Haftstrafe von mehreren hundert Jahren gefordert. Seine Partei, die CHP, und seine Anwälte betrachten den Prozess als politisch motiviert und als Versuch, den Volkswillen zu untergraben, während Umfragen ihn als starken Herausforderer für Amtsinhaber Recep Tayyip Erdoğan sehen.













