Abstimmung über Rundfunk: Furcht um den Zusammenhalt der Schweiz 07.03.2026

Am Sonntag stimmen die Schweizer über die „Halbierungsinitiative“ ab, die von der nationalkonservativen SVP initiiert wurde und eine Senkung der Rundfunkgebühren um rund 40 Prozent vorsieht, wobei Unternehmen gänzlich von der Abgabe befreit werden sollen. Befürworter, angeführt von Thomas Matter, argumentieren, die SRG sei zu einem aufgeblähten Apparat geworden, der mit Gebührengeldern privaten Medien Konkurrenz mache und eine linkslastige Berichterstattung betreibe. Gegner, darunter alle anderen großen Parteien, befürchten jedoch einen Verlust des schweizerischen Zusammenhalts und der Mehrsprachigkeit, da der Abbau von schätzungsweise 3000 Vollzeitstellen die Berichterstattung aus allen Sprachregionen und Landesteilen gefährden könnte. Die SRG-Programme, die in Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch ausgestrahlt werden, gelten als identitätsstiftend und als Mittel zur Erhaltung von Minderheitensprachen und -kulturen. Umfragen deuten auf ein knappes Ergebnis hin, wobei die Möglichkeit besteht, dass die Initiative aus rein finanziellen Motiven angenommen wird. Die Schweizer Regierung hat bereits eine schrittweise Senkung der Gebühren auf 300 Franken bis 2029 angekündigt und plant, die Unternehmensabgabe für Firmen mit einem Umsatz von über 1,2 Millionen Franken zu begrenzen.














