AfD-Politiker kritisieren Höcke für "Deutschtum"-Aussagen 09.06.2026

Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke hat mit Aussagen über Ost- und Westdeutsche innerhalb seiner eigenen Partei für Diskussionen gesorgt. In einem Interview mit dem Schweizer Medium "Weltwoche" bezeichnete Höcke Westdeutsche als "deutsch sprechende Amerikaner" und behauptete, sie hätten eine "Ersatzidentität" von der amerikanischen Kultur usurpiert, während die Menschen im Osten noch "Deutschtum" bewahren würden. Diese Äußerungen stießen auf scharfe Kritik von AfD-Politikern wie Beatrix von Storch und Rüdiger Lucassen, die Höckes Aussagen als spaltend und herabwürdigend kritisierten. Laut ZDF-Korrespondentin Nicole Diekmann könnte Höcke mit diesen provokanten Thesen, die einen langjährigen Richtungsstreit innerhalb der AfD widerspiegeln, versuchen, Wähler im Osten vor den bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zu mobilisieren, nimmt dabei jedoch kurzfristig in Kauf, Anhänger im Westen zu verprellen.














