Aktionsplan vorgestellt EU will mit Melde-App gegen Cybermobbing vorgehen 10.02.2026

Die EU-Kommission hat einen Aktionsplan zur Bekämpfung von Cybermobbing vorgestellt, der insbesondere den Schutz von Kindern und Jugendlichen verbessern soll. Kernstück ist eine EU-weite Melde-App, die Betroffenen ermöglicht, Vorfälle zu melden, Hilfe zu erhalten und Beweise zu speichern, ähnlich einer bereits existierenden französischen App. EU-Kommissar Glenn Micallef bezeichnete Cybermobbing als eine Pandemie, von der etwa jedes sechste Kind zwischen elf und 15 Jahren in Europa betroffen sei, wobei Mädchen, junge Frauen und Kinder aus einkommensschwachen Haushalten besonders gefährdet seien. Der Plan reagiert auf tragische Fälle wie den Suizid einer 21-jährigen Frau in Irland und zielt darauf ab, bestehende Regelwerke wie den Digital Services Act und das KI-Gesetz zu verschärfen, um neue Formen des Cybermobbings, wie sexualisierte Deepfakes, gezielter zu verbieten. Langfristig sind eine europaweite Altersprüfung für soziale Netzwerke und Gespräche über ein mögliches Verbot von Social Media bis zu einem bestimmten Alter geplant.














