Ali Laridschani Das neue Gesicht des iranischen Regimes? 03.03.2026

Ali Laridschani, einst zweimal an der Nachfolge von Präsidenten Rouhani und Raisi gescheitert, hat sich nach dem Tod von Ajatollah Ali Chamenei zur Schlüsselfigur im Iran entwickelt. Chamenei selbst hatte Laridschani im Vorjahr zum Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates ernannt, um das Land nach einem erschütternden Zwölf-Tage-Krieg mit Israel zu stabilisieren und für den Fall seines eigenen Todes vorzubereiten. Laridschani übernahm daraufhin eine sichtbare Rolle, führte regionale und internationale Gespräche, zuletzt im Zusammenhang mit dem Atomprogramm. Er gilt als pragmatischer Hardliner aus einer einflussreichen Mullah-Familie, der über Jahrzehnte verschiedene Ämter innehatte, darunter Kulturminister, Leiter des Rundfunks, Chefunterhändler für Atomfragen und Parlamentspräsident. Ihm wird die brutale Niederschlagung von Protesten zugeschrieben, was zu US-Sanktionen im Januar führte. Aktuell prägt er die Übergangsphase, lehnt aber öffentlich Verhandlungen mit dem Westen ab, obwohl Beobachter ihm Kompromissbereitschaft zutrauen.













