Der Börsen-Tag16:34 Heidelberg Materials wegen Nahost- und CO2-Preis-Sorgen überverkauft 20.03.2026

Die Anleger von Heidelberg Materials haben die negativen Auswirkungen des Iran-Krieges und möglicher Änderungen der europäischen CO2-Vorschriften überschätzt, schreibt Jon Bell von der Deutschen Bank. Der im Dax notierte Zementhersteller habe keine umfangreichen Aktivitäten im Nahen Osten, und seine Umstellung auf eine nachhaltige Produktion schütze das Unternehmen vor stark steigenden Erdgaspreisen, fügt Bell hinzu. Spekulationen, dass die EU die Reformen ihres Emissionshandelssystems abschwächen werde, hätten die Aktie in diesem Jahr bisher belastet, da niedrigere CO2-Preise den relativen Vorteil von Heidelberg als führendes Unternehmen bei der Dekarbonisierung schmälern würden. Die Ziele zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen würden jedoch trotz einer Verzögerung umgesetzt, fügt der Analyst hinzu. Die Aktie von Heidelberg Materials legt um 2,9 Prozent zu. Nach der geldpolitischen Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) setzt sich zum Wochenausklang die Zinskurven-Versteilerung am europäischen Geldmarkt fort. Die EZB hat wie erwartet das aktuelle Leitzinsniveau bestätigt, zugleich aber die Inflationserwartungen stark nach oben angepasst. Die EZB sieht die Inflation im laufenden Jahr nun bei 2,6 statt 1,9 Prozent. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Zinserwartungen. Wie die Deutsche Bank anmerkt, preisen die Märkte nun bis Jahresende Zinserhöhungen von 66 Basispunkten ein, was also mindestens zwei Erhöhungen entsprechen würde.














