Alpen-Hütten sauer über neuen Trend: „Zehn Prozent unseres Einkommens“ 31.03.2026

Alpen-Hütten sehen sich mit einem wachsenden Problem von „No-Shows“ konfrontiert, bei denen Gäste reservierte Schlafplätze nicht antreten und oft Ausreden vorbringen. Hüttenwirte wie Res Streiff von der Etzlihütte in den Urner Alpen verlieren dadurch erhebliche Einnahmen, die bis zu zehn Prozent ihres Einkommens ausmachen können, und sehen sich mit verderbenden Lebensmitteln konfrontiert. Als Reaktion darauf verlangt die Etzlihütte nun eine Gebühr von 60 Franken pro Person und Nacht bei Stornierungen, die weniger als 48 Stunden vor dem Aufenthalt erfolgen oder gänzlich ausbleiben, sofern kein triftiger Grund vorliegt. Diese Praxis ist rechtlich gedeckt und wird auch von anderen Hütten wie der Fridolinshütte im Kanton Glarus angewendet, die 40 Franken verlangt. Der Schweizer Alpen-Club (SAC) und der Deutsche Alpenverein (DAV) erlauben solche Stornogebühren, um dem Problem entgegenzuwirken, das auch durch Mehrfachbuchungen von Gästen verschärft wird.














