Alzheimer: Neue Medikamente bergen mehr Risiken als Nutzen 16.04.2026

Eine aktuelle Übersichtsarbeit der Organisation Cochrane, die 17 Studien mit über 20.000 Patienten analysierte, legt nahe, dass neue Alzheimer-Medikamente wie Lecanemab und Donanemab nur geringen klinischen Nutzen bei gleichzeitig erhöhten Risiken aufweisen. Diese Wirkstoffe, die auf Eiweißablagerungen im Gehirn abzielen, zeigten in einer 18-monatigen Behandlungsdauer wenig bis keine Verbesserung bei Demenzsymptomen oder alltäglichen Fähigkeiten der Patienten. Stattdessen traten bei den behandelten Patienten häufiger Hirnschwellungen und -blutungen auf als bei Placebo-Gruppen. Deutsche Gremien wie der G-BA haben bereits für Lecanemab keinen Zusatznutzen im Vergleich zu älteren Behandlungen festgestellt und empfehlen, sich auf andere Wirkmechanismen zu konzentrieren, insbesondere da die Medikamente nur für Patienten mit geringem Risiko für Genvarianten wie ApoE4 zugelassen sind.














