Amnestie in Myanmar Militärjunta lässt Tausende Häftlinge frei 17.04.2026

Myanmars neuer Präsident Min Aung Hlaing hat angekündigt, im Rahmen einer Amnestie über 4.000 Gefangene freizulassen, darunter 179 Ausländer, die abgeschoben werden sollen. Diese Maßnahme beinhaltet die Umwandlung von Todesstrafen in lebenslange Haft und eine Reduzierung von Haftstrafen um ein Sechstel. Unter den Freizulassenden ist auch der ehemalige Präsident Win Myint, der nach dem Militärputsch im Februar 2021 festgenommen wurde. Die Situation bezüglich der Freilassung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi bleibt unklar, obwohl ihr Anwalt auf eine Haftverkürzung oder Umwandlung in Hausarrest hofft. Diese Amnestie erfolgt, nachdem Min Aung Hlaing erst Anfang April zum Präsidenten gewählt wurde, und ist Teil regelmäßiger Begnadigungen, die das Regime traditionell zum Unabhängigkeitstag und Neujahrsfest ausspricht. Myanmar befindet sich seit dem Putsch von 2021 in einer tiefen Krise.













