„Angst wird größer“: Warum die neue Grundsicherung die Mittelschicht verunsichert 07.07.2026

Seit dem 1. Juli 2026 hat die neue Grundsicherung das bisherige Bürgergeld abgelöst, was zu erheblichen Verunsicherungen in der Gesellschaft führt. Die Reform zielt darauf ab, die Arbeitsvermittlung zu beschleunigen und Sanktionen zu verschärfen. Ein zentraler Kritikpunkt ist der Wegfall der Karenzzeit, wodurch Leistungsberechtigte nun bereits ab dem ersten Tag ihr Vermögen einsetzen müssen. Die neuen Vermögensfreibeträge sind nach Alter gestaffelt, wobei junge Menschen geringere Freibeträge haben als ältere. Die Soziologin Dorothee Spannagel kritisiert, dass diese Maßnahmen weniger der Einsparung dienen, sondern als Signal für einen strengeren Sozialstaat fungieren. Dies löst insbesondere in der Mittelschicht Ängste aus, da die Sorge vor dem sozialen Abstieg durch Inflation und Krisen steigt. Kritiker bemängeln zudem, dass die Regelungen den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden könnten, indem sie soziale Gruppen gegeneinander ausspielen.














