Anhaltende Proteste: Serbiens Regierung geht gegen Belgrader Universität vor 01.04.2026

Nach einer Razzia im Büro des Rektors der Universität Belgrad, Vladan Djokić, am Dienstagnachmittag, bei der Computer und Server beschlagnahmt wurden, gibt es in Serbien Vorwürfe, die Regierung wolle die Universität unter ihre Kontrolle bringen. Die polizeiliche Intervention wurde von regierungsfreundlichen Sendern live übertragen. Rektor Djokić, der sich im vergangenen Jahr mit der studentischen Protestbewegung solidarisiert hatte, bezeichnete das Vorgehen als Einschüchterungsversuch und „politisches Spektakel“, das darauf abzielt, oppositionelle Kreise mundtot zu machen. Als Vorwand diente der ungeklärte Tod einer Studentin, die aus einem Fenster stürzte. Djokić bestreitet die Relevanz der beschlagnahmten Geräte für die Ermittlungen und fordert eine unabhängige Untersuchung des Todesfalls sowie internationale Unterstützung für die akademische Freiheit. Die Oberstaatsanwaltschaft begründet die Maßnahme mit dem Verdacht auf Fahrlässigkeit seitens der Universitätsleitung.














