Ansprache zur Lage der Nation Trumps Rede im Faktencheck 25.02.2026

US-Präsident Donald Trump hat in seiner Rede zur Lage der Nation auf vermeintliche wirtschaftliche Erfolge verwiesen und dabei mehrere Aussagen getätigt, die faktisch falsch sind oder Kontext vermissen lassen. Er behauptete, ein "Land in der Krise" übernommen zu haben und eine stagnierende Wirtschaft geerbt zu haben, die nun "wie nie zuvor" brumme. Statistiken zeigen jedoch, dass das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr mit 2,2 Prozent geringer war als im Vorjahr, und die Arbeitslosenquote leicht gestiegen ist. Trumps Behauptungen über eine "Inflation auf Rekordniveau" bei seinem Amtsantritt und die "schlimmste Inflation in der Geschichte der USA" unter Biden sind ebenfalls unzutreffend, da die Inflationsraten deutlich niedriger waren und historische Höchststände zu anderen Zeiten auftraten. Auch die Aussage, dass mehr Menschen als je zuvor beschäftigt seien, ist irreführend, da die Bevölkerung ebenfalls gewachsen ist und die Beschäftigungsquote leicht gesunken ist. Die von Trump angekündigten Investitionszusagen von über 18 Billionen US-Dollar sind fragwürdig, und Experten halten die vom Weißen Haus genannten 9,6 Billionen Dollar für unrealistisch. Seine Behauptung, die größten Steuersenkungen der US-Geschichte verabschiedet zu haben, ist ebenfalls falsch; das Gesetzespaket von 2025 ist das drittgrößte seit 1980. Trump wiederholte zudem die Falschbehauptung, acht Kriege beendet zu haben, obwohl viele Konflikte ungelöst blieben oder seine Rolle umstritten war. Schließlich wiederholte er die Verschwörungserzählung von gestohlenen Wahlen im Jahr 2020 und die Behauptung von weit verbreitetem Wahlbetrug, für die es keine Beweise gibt.













