Anwaltskosten: Jagd auf Covid-Schuldner wird immer teurer 7h ago

Die Schweizer Justiz kämpft weiterhin mit den Folgen der Pandemie, da aktuell über 6000 Strafanzeigen wegen mutmasslichem Betrug bei den Covid-Notkrediten bearbeitet werden. Insgesamt schulden Schweizer Firmen dem Bund noch 2,8 Milliarden Franken, was etwa 17 Prozent des gesamten Kreditvolumens entspricht. Besonders das Gastronomiegewerbe weist hohe Rückstände auf. Die Verfolgung der Schuldner ist jedoch extrem kostspielig: Die Gesamtkosten für die juristische Aufarbeitung belaufen sich mittlerweile auf 93,6 Millionen Franken. Davon entfallen allein 74,6 Millionen Franken auf die Kanzlei Kellerhals Carrard, die für die Arbeit über 258'000 Stunden verrechnet hat. Trotz der Kritik an den hohen Kosten betont der Bundesrat, dass die externen Beauftragten maßgeblich dazu beigetragen haben, bereits 136 Millionen Franken an Rückzahlungen einzutreiben. Die Kosten für die Jagd auf die Betrüger stiegen allein im ersten Halbjahr des Jahres um ein Drittel an.














