Asbest-Schock: 1,6 Mr. Euro – wer zahlt die Rechnung? 12.06.2026

In Ostösterreich, insbesondere im Burgenland, der Steiermark und Niederösterreich sowie in Ungarn, wurde seit 1990 asbesthaltiges Gestein aus Steinbrüchen in einem Umfang von etwa 26 Millionen Tonnen verbaut. Das Giftmaterial befindet sich in Straßenschotter, Fundamenten und privaten Gärten, was bei Baumaßnahmen gefährliche Asbestfasern freisetzen kann. Die geschätzten Entsorgungskosten belaufen sich auf mindestens 1,6 Milliarden Euro, könnten jedoch ohne schnelle Maßnahmen auf 3,2 Milliarden Euro ansteigen. Da die verantwortlichen Betreiber Zöchling, Klöcherbau und Hermann Mayer sowie das Burgenland finanziell überfordert sind, fordert Greenpeace sofortige Katastrophenhilfe vom Bund. Umweltminister Norbert Totschnig steht dabei im Fokus, da die Errichtung neuer Deponien in geschlossenen Steinbrüchen essenziell ist, um die Kosten zu deckeln. Besonders problematisch ist asbesthaltiger Asphalt, der aufgrund des Bitumengehalts eine noch teurere Entsorgung erfordert.















