Ein internationales Forschungsteam um die Astrophysikerin Rebecca Davies hat mithilfe des James-Webb- und des ALMA-Teleskops einen „galaxientötenden Wind“ in der Galaxie CRISTAL-02 entdeckt. Diese Galaxie, die eine Milliarde Jahre nach dem Urknall beobachtet wurde, weist eine doppelt so hohe Sternentstehungsrate wie vergleichbare Galaxien auf. Die daraus resultierenden Supernovae lösen gewaltige Winde aus, die das notwendige Gas für neue Sterne aus der Galaxie treiben und so deren „Tod“ innerhalb von 50 Millionen Jahren einleiten. Dieser Prozess erklärt, warum im frühen Universum unerwartet viele massereiche, aber tote Galaxien existieren, ohne dass Änderungen an Naturkonstanten oder der Dunklen Energie nötig sind. Da fast die Hälfte der massereichen Galaxien im frühen Kosmos interagierten, gilt dieses Phänomen als weitverbreitet und löst ein zentrales astronomisches Rätsel.