Asylanträge: EU-Parlament beschließt europaweite Liste sicherer Herkunftsstaaten 10.02.2026

Das Europaparlament hat eine EU-weite Liste sicherer Herkunftsstaaten beschlossen, um Asylverfahren zu beschleunigen. Die Liste umfasst Länder wie Kosovo, Bangladesch, Kolumbien, Ägypten, Indien, Marokko und Tunesien, wobei auch EU-Beitrittskandidaten grundsätzlich als sicher gelten, sofern keine Kriege oder gravierende Menschenrechtsverletzungen vorliegen. Diese Einstufung verkürzt Asylverfahren, verlagert die Beweislast auf die Antragsteller und schränkt den Arbeitsmarktzugang ein. Menschenrechtsorganisationen wie PRO ASYL und SOS Humanity kritisieren die Entscheidung scharf, insbesondere die Einstufung Tunesiens, da sie die tatsächliche Menschenrechtslage ignoriere und das Recht auf Asyl untergrabe. Der Grünen-Europaabgeordnete Erik Marquardt bemängelt, dass die Regelung Abschiebungen nicht erleichtere, sondern primär die Rechte von Asylsuchenden einschränke, was integrationspolitisch problematisch sei.














