Das Bundesumweltministerium hat die Entscheidung über das geplante Atommüllendlager vertagt und das ursprüngliche Zieljahr 2031 ersatzlos gestrichen, da dieses als unrealistisch eingestuft wird. Laut einem Referentenentwurf, der dem Deutschlandfunk vorliegt, ist eine gesetzliche Frist nicht mit den Anforderungen des Auswahlverfahrens für den bestmöglichen Standort vereinbar. Umweltminister Carsten Schneider hatte im November noch eine Beschleunigung des Prozesses angekündigt und eine Vorlage eines Gesetzentwurfs für Anfang 2026 in Aussicht gestellt, um "ab 2027 deutlich schneller voranzukommen". Eine frühere Gutachten aus dem Jahr 2022 prognostizierte bereits, dass die Standortsuche bis in die 2070er Jahre andauern könnte, obwohl das Ministerium Maßnahmen zur Beschleunigung angekündigt hatte.