Augeninnendruck erhöht: Wann eine Therapie wirklich nötig ist 23.04.2026

Ein erhöhter Augeninnendruck kann zur Schädigung des Sehnervs und zum Glaukom führen, doch eine Therapie ist nicht immer notwendig. Auf der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) in Düsseldorf wurde betont, dass die Entscheidung für oder gegen eine drucksenkende Behandlung von einer individuellen Risikobewertung abhängt. Ein Drittel der Glaukompatienten hat einen normalen Augeninnendruck, während umgekehrt erhöhter Druck nicht zwangsläufig zur Sehnervenschädigung führt. Faktoren wie Alter, Hornhautdicke und Sehnervenkopfbeurteilung sind entscheidend. Ein Risikokalkulator kann helfen, die Notwendigkeit einer Therapie abzuschätzen. Bei vertretbarem Risiko wird zunächst eine engmaschige Kontrolle alle sechs Monate empfohlen, um eine potenziell unnötige lebenslange Behandlung mit Nebenwirkungen zu vermeiden.














