Aus für Kampfjet-Projekt FCAS Deutsch-französisches Scheitern mit Ansage 08.06.2026

Das deutsch-französische Kampfjet-Projekt FCAS (Future Combat Air System) ist gescheitert. Trotz Bemühungen von Präsident Macron im März, eine Annäherung zwischen Airbus und Dassault zu fördern, konnten die Meinungsverschiedenheiten nicht überwunden werden. Die Spannungen bestanden seit etwa einem Jahr, wobei Dassault-Chef Eric Trappier eine klare Führungsposition forderte, was zu Verdächtigungen führte, Frankreich wolle die Kontrolle über Know-how und Auftragsvergabe behalten, während Deutschland und Spanien finanziell stärker belastet würden. Die IG Metall hatte in Deutschland bereits eine Aufkündigung der Zusammenarbeit gefordert. Bundeskanzler Scholz äußerte im Februar Skepsis hinsichtlich der unterschiedlichen Anforderungsprofile beider Länder und schlug vor, dass Deutschland und Frankreich letztendlich getrennte Kampfflugzeuge entwickeln müssten. Die offizielle Absage kam zunächst aus Berlin, mit der Begründung, der französische Präsident sei aufgefordert worden, das Projekt nicht weiter zu verfolgen. Paris bestätigte dies Stunden später, wobei die Wortwahl auf Dissens hindeutete. Als letzte verbliebene Kooperation soll die Entwicklung eines gemeinsamen Kommunikationssystems für Drohnen ("Combat Cloud") fortgesetzt werden.














