Aus für Websperren: Gericht kippt Sperrverfügung gegen Pornhub & Co. 12.02.2026

Das Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße hat die von der Medienanstalt Rheinland-Pfalz im April 2024 angeordneten DNS-Sperren gegen pornografische Websites der Aylo-Gruppe, zu der auch Pornhub und YouPorn gehören, aufgehoben. Das Gericht gab damit den Klagen des Internetanbieters 1&1 und der Aylo-Gruppe statt und erklärte, dass der europäische Digital Services Act (DSA) deutsche Alleingänge beim Jugendschutz im Internet aushebelt. Die Richter begründeten dies mit dem EU-weit harmonisierten Regelwerk des DSA, das nationale Sondervorschriften verdrängt, sowie mit dem Herkunftslandprinzip, wonach Anbieter nur den Gesetzen ihres Sitzstaates unterliegen. Diese Entscheidung markiert eine Kehrtwende gegenüber früheren Urteilen und deutet auf ein Ende der Praxis hin, Internetprovider als Hilfssheriffs für Websperren einzusetzen.















