Bahn und GDL verhandeln wieder – doch bald drohen neue Streiks 09.02.2026

Die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben am 9. Februar 2026 ihre Tarifverhandlungen wieder aufgenommen, nachdem die Gespräche Ende Januar ergebnislos abgebrochen wurden. Beide Parteien haben sich auf eine Friedenspflicht bis zum 28. Februar geeinigt, was bedeutet, dass in diesem Zeitraum keine Streiks stattfinden werden. Die Verhandlungen, die auf fünf Tage angesetzt sind, treten nun in eine entscheidende Phase ein, wobei GDL-Chef Mario Reiß weitere Arbeitskampfmaßnahmen nicht ausschließt, falls keine Einigung erzielt wird. Die GDL fordert acht Prozent mehr Lohn, davon 3,8 Prozent als direkte Entgelterhöhung und der Rest durch Umstrukturierungen im Tarifsystem, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Reiß begründet die Forderungen mit der drohenden Altersarmut der Lokführer, die trotz langjähriger Tätigkeit und Schichtdienst weniger als das Durchschnittsgehalt verdienen und im Ruhestand nur geringe Renten erhalten. Die DB hat bisher kein Angebot vorgelegt, da die Vorstellungen beider Seiten noch weit auseinanderliegen, betont aber eine sachliche und konstruktive Atmosphäre. Sollte bis Ende Februar keine Einigung erzielt werden, könnten weitere Streiks und Einschränkungen für Fahrgäste drohen.














