Bauchdeckenstraffungen und Brustverkleinerungen: Komplikationen nach Auslandsoperationen kosten den NHS 1,8 Millionen £ 07.07.2026

Eine Studie der British Association of Aesthetic Plastic Surgeons (BAAPS) zeigt auf, dass der NHS zwischen September 2022 und 2024 etwa 1,8 Millionen £ für die Behandlung von Komplikationen nach kosmetischen Operationen im Ausland ausgegeben hat. Die Kosten pro Patient werden auf einen Betrag zwischen 5.883 £ und 9.328 £ geschätzt. Die Untersuchung, die fast 200 Fälle analysierte, ergab, dass fast die Hälfte der aus dem Ausland zurückkehrenden Patienten mit schwerwiegenden Problemen wie Sepsis, Gewebenekrose und aufreißenden Wunden konfrontiert war. Die Türkei wurde als Ursache für 76 % dieser Komplikationen identifiziert, wobei Bauchdeckenstraffungen (Tummy Tucks) der am häufigsten beteiligte Eingriff waren. Chirurgen warnten davor, dass Patienten oft mehrere gleichzeitige Eingriffe durchführen lassen oder vorzeitig nach Hause fliegen, wodurch der NHS mit lebensbedrohlichen Notfällen belastet wird. Experten betonen, dass Medizintourismus zwar niedrigere Preise bietet, der Mangel an Nachsorge und riskante chirurgische Entscheidungen jedoch häufig zu erheblichen finanziellen und körperlichen Belastungen für das britische Gesundheitssystem führen.













