Der Präsident des Schweizer Bauernverbandes, Markus Ritter, hat sich kritisch zum ausgehandelten Vertragspaket mit der EU geäussert. Er moniert, dass die Interessen der Schweiz zu wenig berücksichtigt seien und das Paket stark die EU bevorzuge. Besonders stört Ritter der Mechanismus, der der EU erlaubt, «Ausgleichsmassnahmen» gegen die Schweiz zu verhängen, wenn ein Schiedsspruch nicht befolgt wird. Dies schränke die politischen Rechte des Parlaments und der Stimmbürger massiv ein. Zudem kritisiert er das «Integrationsverfahren», das in 80 Prozent der Fälle eine innenpolitische Aufarbeitung in der Schweiz verhindere. EU-Recht würde automatisch übernommen und zu übergeordnetem Recht, was die direkte Demokratie untergrabe. Für den Bauernverband ist daher klar, dass das Paket dem obligatorischen Referendum unterstellt werden müsse.