Bedrohter Wald in Hamburg: Baumschützer planen bereits Sitzblockaden 06.02.2026

In Hamburg-Wilhelmsburg droht der "Wilde Wald" der Bebauung für ein neues Wohnviertel, das Spreehafenquartier, zu weichen. Dieses Projekt sieht auf rund zehn Hektar die Errichtung von 1.100 Wohnungen sowie Gewerbe- und Sportflächen vor. Bürgerinitiativen und Umweltschützer wehren sich vehement gegen die Pläne, da der Wald als wichtiger Lebensraum für zahlreiche Arten und als entscheidend für das Stadtklima gilt. Die Aktivisten, darunter die Initiative Waldretter*innen Wilhelmsburg, betonen die Bedeutung des Waldes für die Lebensqualität, insbesondere für einkommensschwache Anwohner, und verweisen auf die negativen Folgen zunehmender Bodenversiegelung durch Neubauprojekte. Trotz anfänglicher Unterstützung durch die Grünen, die sich für den "vollständigen Erhalt" aussprachen, sieht der aktuelle Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen keine explizite Erwähnung des Waldes, sondern lediglich die Prüfung, wie Bäume erhalten werden können, während die Bebauungspläne "zügig vorangetrieben" werden sollen. Die Rodung ist noch nicht genehmigt, und die Aktivisten bereiten sich auf mögliche Protestaktionen vor.











