Die schwedische Regierung plant eine deutliche Erhöhung der Abschiebungen von verurteilten Straftätern mit ausländischem Pass, um die Integration von Migranten zu verbessern, mit denen das Land seit Jahrzehnten kämpft. Ein neuer Gesetzesentwurf, der am 1. September in Kraft treten soll, verpflichtet Staatsanwälte, bei der Urteilsverkündung ausländischer Straftäter zwingend eine Abschiebung zu beantragen, was die jährliche Zahl der Abschiebungen voraussichtlich von derzeit 500 auf etwa 3000 erhöhen wird. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie der Regierung unter Ministerpräsident Ulf Kristersson, die auch auf eine Verschärfung der Einwanderungspolitik und härtere Strafen, wie die Senkung des Strafmündigkeitsalters, abzielt, um Kriminalität und Arbeitslosigkeit in Randgebieten zu bekämpfen.