„Beknackte ethische Konflikte“, ein Rücktritt – und der Streit um die Behandlungskosten 30.03.2026

Der Rücktritt der Psychotherapeutin Sabine Maur von ihren Spitzenämtern löste eine Debatte über die Kostenübernahme medizinischer Eingriffe für Transpersonen aus. Maur war am 10. März vor dem Landgericht Berlin gescheitert, als sie die Verbreitung eines Videos verhindern wollte, in dem sie die geltende Rechtslage zur Kostenübernahme bei non-binären Trans-Personen als „beknackte ethische Konflikte“ bezeichnete und Wege zur Umgehung aufzeigte, indem sie die Non-Binarität in Diagnosen nicht erwähnte. Dies führte zu Vorwürfen des Versicherungsbetrugs und einer berufsrechtlichen Prüfung. Die aktuelle Regelung in Deutschland ist unklar, da Krankenkassen geschlechtsverändernde Eingriffe bei binären Trans-Personen mit Gutachten übernehmen, non-binäre Personen jedoch aus dem Leistungskatalog fallen. Die Bundespsychotherapeutenkammer fordert eine bessere Finanzierung und klare Regeln für alle Trans-Personen. Gesundheitsministerin Nina Warken hat den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beauftragt, innerhalb eines Jahres eine Regelung vorzulegen.















