Strafvollzug in Belgien Veraltete Gefängnisse, überfüllte Zellen 09.02.2026

Belgiens Gefängnissystem steht vor einer schweren Krise, gekennzeichnet durch chronische Überbelegung und veraltete Infrastruktur, was zu menschenunwürdigen Haftbedingungen führt. Mit 13.500 Gefangenen bei nur 11.000 Haftplätzen müssen Hunderte Häftlinge auf dem Boden schlafen, während Personalmangel zu täglichen Isolation von bis zu 23 Stunden führt. Diese Zustände gefährden die Resozialisierung und erhöhen das Rückfallrisiko. Als kurzfristige Lösung plant Justizministerin Annelies Verlinden, Haftplätze im Ausland, insbesondere in Estland, anzumieten, um etwa 600 Häftlinge unterzubringen, vorrangig Ausländer ohne gültige Papiere. Langfristig ist ein neues Bauprogramm geplant, doch Kritiker fordern grundlegende Reformen statt kostspieliger Auslandsmieten.













