Beratungen der EU-Innenminister Gesonderte Regeln für Ukrainer im wehrfähigen Alter? 04.06.2026

Die EU-Innenminister diskutieren auf ihrem Treffen in Luxemburg über mögliche Anpassungen der "Massenzustrom-Richtlinie", die im Frühjahr 2027 ausläuft. Im Kern steht die Frage, ob wehrfähige Männer aus der Ukraine weiterhin unter diese Richtlinie fallen sollen, die einen unkomplizierten Schutz ohne individuelles Asylverfahren ermöglicht. Deutschland, vertreten durch Innenminister Alexander Dobrindt, spricht sich dafür aus, Männer zwischen 23 und 60 Jahren vom Massenzustrom auszuschließen und stattdessen ein reguläres Asylverfahren zu verlangen, da der Zuzug dieser Gruppe gestiegen sei und sie in der Ukraine wehrpflichtig seien. Österreichs Innenminister Gerhard Karner unterstützt die Idee eines Wegfalls des automatischen Schutzes, um die Akzeptanz in den Mitgliedstaaten zu wahren. Schwedens Innenminister Johan Forrsell betont die Notwendigkeit, dass Männer in der Ukraine bleiben und kämpfen, um den Krieg zu gewinnen. Luxemburg warnt vor bürokratischem Aufwand bei Einzelprüfungen, während die EU-Kommission auf die Stimmen der besonders betroffenen Mitgliedstaaten wie Deutschland, Polen und Österreich setzen will, um einen Vorschlag zu erarbeiten. Allein Deutschland hat über 1,1 Millionen Ukrainer aufgenommen.













