Bericht der Bundesregierung Die Bildungsschere öffnet sich schon vor der Schule 15.06.2026

Der Nationale Bildungsbericht beleuchtet die besorgniserregende Tatsache, dass Bildungschancen in Deutschland bereits vor der Einschulung maßgeblich festgelegt werden, wobei soziale Herkunft eine überproportionale Rolle spielt. Unabhängige Wissenschaftler stellen fest, dass sich Sprachkenntnisse und damit verbunden die Bildungschancen bereits im Alter von zwei Jahren aufgrund des Bildungsstands der Mutter unterscheiden und diese Unterschiede über die gesamte Bildungsbiografie stabil bleiben. Obwohl die Politik eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verringerung sozialer Bildungsungleichheit gemeldet hat, kritisiert der Bericht, dass diese überwiegend auf die Schule abzielen und die frühe Bildung vernachlässigen, obwohl die Ungleichheit dort beginnt. Insbesondere Kinder aus sozial schwächeren Familien besuchen seltener Kitas, was die Schere weiter öffnet. Maßnahmen wie verpflichtende Sprachtests sind geplant, aber ihre Wirksamkeit hängt von nachfolgender Förderung und bundesweiter Standardisierung ab, wobei Föderalismus und finanzielle Beschränkungen Hürden darstellen.













