Bericht zum Sondervermögen Verpasst der Staat seine Milliarden-Chance? 09.06.2026

Der Investitionsbeirat hat seinen ersten Bericht zum 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen vorgelegt und bemängelt mangelndes Tempo sowie fehlende ressortübergreifende Strategie. Laut Beiratsvorsitzendem Harald Christ fehle ein klares Zukunftsbild, das die Investitionsentscheidungen leiten könnte, wodurch die Mittel nicht optimal eingesetzt würden. Zwar seien 2023 14 Milliarden Euro (74 Prozent) und in den ersten vier Monaten 2024 11,2 Milliarden Euro (28 Prozent) des Sondervermögens abgeflossen, doch ein Großteil davon erreiche die Bundesländer kaum, und bei den Kommunen sei bisher nur ein Bruchteil angekommen. Insbesondere bei Forschung und Entwicklung sieht Beiratsmitglied Ann-Kristin Achleitner Koordinationsdefizite und eine ineffiziente Mittelverwendung, obwohl nur 2,7 Prozent der Mittel 2024 in diesen Bereich flossen. Der Beirat empfiehlt zudem eine stärkere finanzielle Unterstützung der Kommunen, die für einen erheblichen Teil der öffentlichen Investitionen verantwortlich sind und unter großen Haushaltslücken leiden.













