Überwachung in Berlin: Wenn die KI das „Umhergehen ohne Anlass“ meldetvor 5 Stundenheise online 10.03.2026

Der Berliner Senat plant eine signifikante Ausweitung der Videoüberwachung unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zur automatisierten Verhaltensanalyse. Ziel ist die Entlastung von rund 400 Polizisten, die derzeit Objektschutzaufgaben übernehmen. Kameras mit KI sollen nicht nur an Kriminalitätsbrennpunkten wie dem Kottbusser Tor und dem Görlitzer Park, sondern auch rund um das Abgeordnetenhaus und das Rote Rathaus eingesetzt werden. Die Systeme sollen in Echtzeit Bilder auswerten und bei vordefinierten Szenarien wie dem Überklettern von Zäunen oder „langem Verharren ohne Anlass“ Alarm schlagen. Das Projekt kostet 2,1 Millionen Euro, ein einjähriger Testbetrieb soll die Algorithmen verbessern, wobei eine Fehlalarmrate von bis zu 25 Prozent toleriert wird. Kritiker wie der Linke-Abgeordnete Niklas Schrader und der Chaos Computer Club äußern Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, der Abschreckungswirkung und der Definition von „unerwünschtem Verhalten“.














