Bewegungsmuster: Menschen haben einen „Linksdrall“ 15.06.2026

Ein spanisch-japanisches Forschungsteam der Universität von Navarra und der Universität Tokyo hat entdeckt, dass sich Menschen in offenen Räumen tendenziell gegen den Uhrzeigersinn bewegen. Diese Beobachtung erfolgte zufällig während Studien zum „Social Distancing“ während der Coronavirus-Pandemie. In einer im Fachjournal „Nature Communications“ veröffentlichten Studie konnten die Forscher nachweisen, dass dieser „Linksdrall“ unabhängig von der Händigkeit der Personen sowie von kulturellen Prägungen in Spanien und Japan auftritt. Da das Phänomen besonders stark bei Kindern beobachtet wurde, schließen die Experten soziale Lernprozesse aus und vermuten stattdessen neurologische oder biomechanische Ursachen. Die Ergebnisse könnten künftig die Stadt- und Verkehrsplanung in Museen oder Bahnhöfen optimieren. Interessanterweise korreliert diese Erkenntnis mit der Leichtathletik, in der seit 1913 grundsätzlich linksherum gelaufen wird.















