Der Bundestag hat das Tariftreuegesetz verabschiedet, das vorsieht, dass öffentliche Aufträge des Bundes nur noch an Unternehmen vergeben werden, die Tarifverträge oder vergleichbar gute Arbeitsbedingungen einhalten. Dieses Gesetz, ein Kernanliegen der SPD zur Bekämpfung von Lohndumping und zur Stärkung der Tarifbindung, wurde mit den Stimmen von Union und SPD beschlossen, wobei die Grünen zustimmten und die Linke sich enthielt. Die AfD lehnte das Gesetz ab. Nach erheblichen Zugeständnissen der SPD, wie der Ausklammerung von Lieferverträgen und der Erhöhung des Schwellenwerts für Direktaufträge der Sicherheitsbehörden auf 100.000 Euro, äußerte die Union erhebliche Zweifel, obwohl sie dem Gesetz zustimmte. Das Gesetz soll ab einem Auftragsvolumen von 50.000 Euro greifen und wird im März im Bundesrat behandelt.