Biograf Müller-Doohm über Jürgen Habermas: „Mit ihm geht ein Zeitalter zu Ende" 15.03.2026

Der Soziologe Stefan Müller-Doohm, Biograf von Jürgen Habermas, reflektiert kurz vor dessen Tod am 14. März über das Ende eines Zeitalters, das mit dem Philosophen verbunden ist. Müller-Doohm beschreibt Habermas als einen geistig und körperlich gesunden, aber melancholischen Mann, der in seinen letzten Gesprächen die Bedeutung seiner Familie und die Unterstützung durch seine Frau für sein Werk betonte. Habermas dachte über die weltweite Wirkung seines Werks nach und bat Müller-Doohm um Stellungnahme zu seiner autobiografischen Schrift. Er blieb bis zuletzt politisch aktiv und kritisierte das Verhalten der USA sowie die Schwächung liberaldemokratischer Strukturen, während er ein geeintes und verteidigungsfähiges Europa forderte. Müller-Doohms Ausführungen beleuchten Habermas' Kernprojekt der kommunikativen Vernunft, seine Skepsis gegenüber aktuellen globalen Krisen und seine Warnung vor der Erosion der öffentlichen Sphäre durch digitale Medien.














