Biologisches Alter kann auf Demenzrisiko hinweisen 13.05.2026

Eine neue Studie des King's College in London, veröffentlicht im Fachmagazin "Alzheimer's & Dementia", hat einen Zusammenhang zwischen dem biologischen Alter und dem Demenzrisiko aufgedeckt. Mittels eines Bluttests, der Metabolite im Körper analysiert, ermittelten Forscher das biologische Alter von über 220.000 Teilnehmern der "UK Biobank". Es zeigte sich, dass Personen, deren Körper biologisch schneller altert, ein um 20 Prozent höheres Demenzrisiko aufweisen. Bei vaskulärer Demenz war das Risiko sogar um 60 Prozent erhöht. Besonders alarmierend ist das Ergebnis für Träger des APOE4-Gens: Personen mit zwei Kopien dieses Gens und fortgeschrittener biologischer Alterung hatten ein bis zu zehnmal höheres Demenzrisiko. Die Forscher schlagen vor, dass diese biologischen Alterungsuhren zukünftig zur Früherkennung von Demenzrisikopatienten genutzt werden könnten, was angesichts der Tatsache, dass bis zu 45 Prozent der Fälle durch Lebensstiländerungen verzögert oder verhindert werden können, von großer Bedeutung ist.














