Manche Boote schaden dem Leben unter Wasser 10.06.2026

Das Projekt „Wamos“ der TU Graz, der FH Kärnten und weiterer Partner untersuchte die Auswirkungen von Bootswellen auf die Unterwasserpflanzen (Makrophyten) am Wörthersee. Da diese Pflanzen als wichtige Bioindikatoren für ein gesundes Ökosystem dienen, ist ihr Rückgang besorgniserregend. Die Forschung ergab, dass im Gegensatz zu Windwellen Bootswellen bis zu drei Meter tief wirken und Sedimente aufwirbeln, was die Photosynthese durch Lichtmangel behindert. Mithilfe von GNSS-Messungen des europäischen Galileo-Programms, Beschleunigungssensoren und KI-gestützter Drohnenüberwachung wurde festgestellt, dass Bootswellen 60 bis 90 Prozent der Wellenenergie ausmachen. Uferverbauungen verstärken diesen Effekt durch Reflexion. Um die Artenvielfalt zu schützen, empfehlen die Forscher flachere Ufer, natürliche Buchten sowie eine Anpassung der Fahrweise und eine Erhöhung der vorgeschriebenen Uferabstände für Wasserfahrzeuge.















