Borg-Chiffre: Wie KI jahrhundertealte Codes aus Archiven entschlüsselt 02.06.2026

Künstliche Intelligenz (KI) revolutioniert die Entschlüsselung historischer Geheimschriften, die jahrhundertelang unlesbar blieben. Forscher nutzen maschinelles Lernen, um verschlüsselte Dokumente in Archiven und Bibliotheken zugänglich zu machen, von denen Schätzungen zufolge ein Prozent weltweit existieren. Ein bemerkenswertes Beispiel ist die Borg-Chiffre aus der Vatikanischen Bibliothek, eine 408-seitige Abhandlung, die über 400 Jahre lang unentschlüsselt war und nun von einem Team unter Beáta Megyesi mithilfe von KI geknackt wurde. Der Inhalt umfasst medizinische Ratschläge und Beschreibungen von Brandwaffen, die historischen Texten wie dem "Liber ignium" ähneln. Neuere Systeme kombinieren Transkription und Entschlüsselung, wie ein Chatbot-Werkzeug, das einen Ausschnitt der Borg-Chiffre in gut 29 Minuten übersetzte, wobei menschliche Überprüfung zur Fehlervermeidung unerlässlich bleibt. Zukünftig sollen diese Werkzeuge auch bei unbekannten Alphabeten und Schriften wie dem Diskos von Phaistos und Linear A helfen.














