Der parteilose Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hat Spekulationen über einen Wechsel in die Landespolitik angeheizt und seine Bereitschaft erklärt, einen Beitrag zur Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition zu leisten. Mit 53 Jahren könne er sich vorstellen, neue berufliche Aufgaben zu übernehmen, insbesondere in den Bereichen Kommunalfinanzen, Wirtschaft und Bildung, die er als gefährdet ansieht. Palmer, der eine Schnittstelle zwischen Grünen und CDU besitze, ist mit Cem Özdemir befreundet, der jedoch vor der Wahl betonte, dass sich selbst ins Spiel bringende Personen keinen Ministerposten erhalten würden. Die Grüne Jugend lehnt eine Rolle Palmers in der Landesregierung ab und verweist auf seine wiederholten rassistischen Äußerungen, die mit den Grundwerten der Partei unvereinbar seien.