Budapest Pride: Anklage gegen Bürgermeister fallen gelassen 04.06.2026

Die ungarische Staatsanwaltschaft hat die Anklage gegen den Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony im Zusammenhang mit der Ausrichtung der Pride-Parade im vergangenen Jahr fallen gelassen. Dies begründete die Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Budapest mit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom April, wonach die beanstandeten Sachverhalte keine Straftat mehr darstellen. Die damalige Regierung unter Viktor Orbán hatte die Demonstration unter Verweis auf ein Anti-LGBTQ-Gesetz von 2021, das 2025 verschärft wurde, untersagt. Unter dem Oppositionspolitiker Karácsony fand die Parade dennoch statt und zog über 200.000 Teilnehmer an, mehr als in den Vorjahren. Ende Juni ist die nächste Parade angesetzt, während der neue Ministerpräsident Peter Magyar zwar Gleichberechtigung befürwortet, aber die LGBTQ-Gesetze Orbáns bisher nicht aufgehoben hat.














