Nordrhein-Westfalen fordert von der Bundesregierung eine deutliche Erhöhung der Bußgelder für überlastete Lastwagen, um die marode Brückeninfrastruktur zu schützen. Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) plant, eine entsprechende Initiative in den Bundesrat einzubringen, da die aktuellen Strafen von maximal 140 Euro bei 20 Prozent Überlast unwirksam sind und es sich für Speditionen wirtschaftlich lohnen kann, Gewichtsbeschränkungen zu ignorieren. Ein 40-Tonner belastet eine Fahrbahn so stark wie 60.000 Autos, wobei die Achslast entscheidend ist; eine Achslast von 20 Tonnen verursacht die 16-fache Belastung im Vergleich zu zehn Tonnen. Die mangelnde Instandhaltung über Jahrzehnte hat zu zahlreichen Sperrungen und Umwegen geführt, wie bei der Rahmedetalbrücke, der A59-Brücke und der Uerdinger Brücke, die täglich von rund 170 überlasteten Lkw befahren wird.