Angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine rechnet der Bundesrat mit einem längeren Aufenthalt der rund 71.000 Schutzstatus-S-Inhaber in der Schweiz. Am Freitag präsentierte er sein Konzept "Zukunft Status S", das drei Szenarien skizziert: Fortsetzung des Krieges mit Beibehaltung des Status S, schrittweiser Ausstieg trotz Krieg, oder Aufhebung bei Waffenruhe. Justizminister Beat Jans favorisiert derzeit die Beibehaltung. Die wohl brisanteste Massnahme betrifft die Sozialhilfe: Ab März 2027 sollen Kantone selbst entscheiden können, ob sie die Bezüge nach fünfjährigem Aufenthalt auf das Niveau von Schweizern anheben. Bisher wäre dies gesetzlich vorgesehen gewesen, da dann eine B-Bewilligung erteilt wird. Diese Änderung soll im Rahmen des Entlastungspakets 2027 erfolgen und die Kantone entlasten, die sich zuvor über höhere Kosten beschwert hatten.