Der Bundesrat hat angekündigt, ab 2027 jährlich über 100 Millionen Franken bei der internationalen Entwicklungszusammenarbeit (IZA) zu sparen. Dies gab Aussenminister Ignazio Cassis vor den Medien in Bern bekannt. Die Einsparungen betreffen vor allem Stellen im Ausland und beim Bund – insgesamt rund 100 Stellen, die jedoch durch natürliche Fluktuation und interne Verschiebungen abgebaut werden sollen. Der finanzielle Rahmen der Auslandhilfe bleibt mit rund 2,4 Milliarden Franken nahezu unverändert, aber die Mittel werden umgeschichtet: Der Anteil der humanitären Hilfe am IZA-Budget steigt von heute 26 Prozent auf künftig 40 Prozent. Cassis begründete dies mit der stark gestiegenen Anzahl humanitärer Nachtragskredite – zwischen 2020 und 2025 musste der Bundesrat 13 solche Kredite beantragen, gegenüber nur sechs in den vorangegangenen 14 Jahren.